Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Felix Schwaller, hat kurz vor dem Ende der Legislaturperiode, sein wahres Demokratieverständnis gezeigt.

Helmut Freund sen. aus Frasdorf ist seit 35 Jahren Kreisrat der Bayernpartei. Jetzt scheidet er aus, der Nachrücker Florian Weber verzichtet aus zeitlichen Gründen und nun übernimmt Helmut Freund jun. diese wichtige Funktion. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang, den dafür gibt es ja Nachrücker, meint man als normaler Bürger.

Nicht so für den Fraktionsvorsitzenden der CSU, Felix Schwaller und das OVB das die Nachfolge als „Posse“ bezeichnet. Schwaller wird so zitiert, „er sprach von einem Vorgehen mit „Geschmack“. Aus diesem Grund erklärte Felix Schwaller seine Ablehnung kurz und bündig mit „ich bin dagegen“.

Florian Weber hat das Amt aus zeitlichen Gründen abgelehnt und damit verantwortungsvoll auf eine wichtige Funktion verzichtet. Es ist falsch, ein öffentliches Amt anzunehmen und dann durch anderweitigen Verpflichtungen durch Abwesenheit zu glänzen. Es würde mich interessieren wie häufig die MdL und MdB der CSU aus zeitlichen Gründen nicht an den Kreistagssitzungen teilnehmen können? Für Felix Schwaller ist es offensichtlich kein Problem wenn jemand ein Amt annimmt und dann nicht oder nur bedingt ausfüllt.

Es zeugt schon von einer eigenen menschlichen Einstellung, wenn Felix Schwaller einem verdienten Kreistagskollegen den Rücktritt durch einen Nachtritt vermiest und die langjährigen Leistungen damit mit Füssen tritt. Helmut Freund meint dazu „Sie dürfen mir glauben, dass mir die Entscheidung nach einer so langen Zeit, die geprägt von der kommunalpolitischen Arbeit war, nicht leicht fällt. Dass vom politischen Wettbewerber meine persönliche Entscheidung trotz Erklärung als Spezlwirtschaft der Bayernpartei abgetan wird, finde ich äußerst bemerkenswert und ein Stück weit traurig.“

Besonders pikant wird das Verhalten von Felix Schwaller wenn man seine politische Historie betrachtet. War es nicht ein junger überehrgeiziger Aiblinger Politiker der seinen Bürgermeistervorgänger dazu drängte vor Ablauf der regulären Amtszeit auf seinen Posten zu verzichten, damit er ihn übernehmen und damit eine bessere Startposition für den nächsten Bürgermeisterwahlkampf erreichen konnte? Aber das war bestimmt gaaanz was anderes… Ein Schelm ist, wer sich etwas dabei denkt: Wenn die CSU die Nachfolge so regelt, ist es normal. Wenn die Bayernpartei gesundheitsbedingt das auch machen muss – hat es „einen Geschmack“.

Lieber Felix Schwaller im Buch „Die Farm der Tiere“ heißt es sinngemäß „alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher als andere“. Mit ihrem Verhalten und ihren Äußerungen haben sie ihr demokratisches Grundverständnis offenbart und gezeigt dass sie als Fraktionsvorsitzender der CSU mit zweierlei Maß messen. Hoffentlich nicht auch bei wichtigen politischen Entscheidungen.

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